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IMAP oder POP3: Unterschied, Ports und welches Protokoll du nehmen solltest

Von HostingPlus 22. June 2026
Vergleich IMAP und POP3: IMAP hält E-Mails auf dem Server synchron über mehrere Geräte, POP3 lädt sie auf ein Gerät herunter.

IMAP und POP3 sind die beiden Protokolle, mit denen dein E-Mail-Programm Nachrichten vom Server abruft. Der Kernunterschied: IMAP lässt die E-Mails auf dem Server und hält sie auf allen Geräten synchron, POP3 lädt sie auf ein Gerät herunter. Für fast alle Nutzer ist heute IMAP die richtige Wahl.

Dieser Beitrag erklärt beide Protokolle verständlich, zeigt die Ports und Einstellungen und hilft dir bei der Entscheidung.

Was ist IMAP?

IMAP (Internet Message Access Protocol) hält deine E-Mails auf dem Mailserver. Dein Programm zeigt nur eine synchronisierte Ansicht. Liest, verschiebst oder löschst du eine Mail auf dem Smartphone, ist diese Änderung sofort auch auf Laptop und Tablet sichtbar. Auch Ordnerstruktur und Lesestatus werden über alle Geräte abgeglichen.

Was ist POP3?

POP3 (Post Office Protocol Version 3) lädt die E-Mails vom Server auf ein Gerät herunter und entfernt sie klassischerweise anschließend vom Server. Die Nachrichten liegen dann lokal auf genau diesem Gerät. Moderne Programme bieten zwar die Option „Kopie auf dem Server belassen", trotzdem ist POP3 im Kern ein Ein-Geräte-Modell ohne Synchronisierung.

IMAP oder POP3 – der Unterschied auf einen Blick

MerkmalIMAPPOP3
Speicherort der Mailsauf dem Serverlokal auf dem Gerät
Mehrere Gerätesynchron auf allennur eingeschränkt
Lesestatus & Ordnerüberall gleichnicht abgeglichen
Serverspeicherwird belegtwird kaum belegt
Offline-Zugriffauf zwischengespeicherte Mailsauf alle heruntergeladenen Mails
Typischer EinsatzStandard für fast alleSonderfälle (s. u.)

Die Ports von IMAP, POP3 und SMTP

Zum Abrufen dient IMAP oder POP3, zum Versenden immer SMTP. Wichtig: Nutze immer die verschlüsselten Ports.

ProtokollAufgabePort (verschlüsselt)Port (unverschlüsselt)
IMAPMails abrufen993 (SSL/TLS)143
POP3Mails abrufen995 (SSL/TLS)110
SMTPMails versenden465 (SSL/TLS) oder 587 (STARTTLS)25 (oft geblockt)

Kurz zu den Ports im Detail:

  • 993 (IMAP) und 995 (POP3) bauen die Verschlüsselung sofort beim Verbindungsaufbau auf (SSL/TLS). Das sind die empfohlenen Standardports zum Abrufen.
  • 587 (SMTP, STARTTLS) startet zunächst unverschlüsselt und schaltet dann auf eine verschlüsselte Verbindung um. Es ist der heute übliche Port zum Versenden.
  • 465 (SMTP, SSL/TLS) ist verschlüsselt ab der ersten Sekunde und eine gleichwertige Alternative zu 587.
  • Port 25 ist der klassische SMTP-Port zwischen Mailservern. Für den Versand aus dem E-Mail-Programm wird er von vielen Providern blockiert (Spam-Schutz) — nutze ihn nicht.

Die unverschlüsselten Ports 143 (IMAP) und 110 (POP3) gehören der Vergangenheit an: Sie übertragen Zugangsdaten im Klartext. Achte in deinem Programm immer darauf, dass die Verschlüsselung (SSL/TLS bzw. STARTTLS) aktiv ist.

Welches Protokoll solltest du nehmen?

Für fast alle ist IMAP die richtige Wahl — vor allem, wenn du E-Mails auf mehr als einem Gerät liest (Handy plus Computer). Du hast überall denselben Stand, und deine Mails sind serverseitig gesichert.

POP3 lohnt sich nur in Sonderfällen:

  • Du nutzt bewusst nur ein einziges Gerät und willst die Mails dauerhaft lokal archivieren.
  • Dein Server-Speicher ist sehr knapp und soll leer bleiben.
  • Du brauchst Offline-Zugriff auf den kompletten Mailbestand ohne Serververbindung.

Vorteile und Nachteile im Überblick

IMAP – Vorteile: überall derselbe Stand, Mails serverseitig gesichert, ideal für mehrere Geräte, Ordner und Lesestatus synchron. Nachteil: belegt Serverspeicher — ist das Postfach voll, kommen keine neuen Mails mehr an.

POP3 – Vorteile: schont den Serverspeicher, voller Offline-Zugriff auf heruntergeladene Mails, gut zum lokalen Archivieren. Nachteil: keine Synchronisierung, Mails liegen nur auf einem Gerät — geht es verloren, sind ohne Backup auch die Mails weg.

So richtest du dein E-Mail-Konto Schritt für Schritt ein

Egal ob Outlook, Apple Mail, Thunderbird oder die Mail-App am Smartphone — die Einrichtung läuft überall ähnlich ab:

  1. Im Programm „Konto hinzufügen" wählen und die vollständige E-Mail-Adresse eingeben.
  2. Als Kontotyp IMAP wählen (für die Synchronisierung über alle Geräte).
  3. Posteingangsserver eintragen: Server, Port 993, Verschlüsselung SSL/TLS.
  4. Postausgangsserver (SMTP) eintragen: Server, Port 587 oder 465, „Authentifizierung erforderlich" aktivieren.
  5. Als Benutzername die vollständige E-Mail-Adresse samt Postfach-Passwort hinterlegen.
  6. Speichern — das Programm prüft die Verbindung automatisch.

Tipp fürs Handy: Die meisten Mail-Apps erkennen die Servereinstellungen automatisch, sobald du Adresse und Passwort eingibst. Eine ausführliche Übersicht der Protokolle bietet auch Microsoft.

IMAP/POP3 bei HostingPlus einrichten

Bei HostingPlus richtest du dein Postfach in jedem E-Mail-Programm mit diesen Daten ein:

  • Posteingang (IMAP): Server mail.deinedomain.de (oder imap.deinedomain.de), Port 993, Verschlüsselung SSL/TLS
  • Postausgang (SMTP): Server mail.deinedomain.de (oder smtp.deinedomain.de), Port 587 (STARTTLS) oder 465 (SSL/TLS)
  • Benutzername: immer deine vollständige E-Mail-Adresse
  • Passwort: das Passwort des Postfachs

Wir empfehlen IMAP, damit deine Mails auf allen Geräten synchron bleiben. Eine bebilderte Anleitung für gängige Programme findest du im Hilfe-Center; Postfächer verwaltest du im Kundenportal. Kommst du nicht weiter, hilft unser Support aus München.

Sicherheit: immer verschlüsselt abrufen

Nutze ausschließlich die verschlüsselten Ports (993, 995, 465/587). Die unverschlüsselten Varianten (143, 110, 25) übertragen Zugangsdaten und Inhalte im Klartext und sollten nicht mehr verwendet werden. Bei HostingPlus ist SSL/TLS für alle Postfächer Standard.

Fazit

IMAP hält deine E-Mails auf dem Server und synchron über alle Geräte — das ist heute der Normalfall. POP3 ist das Ein-Geräte-Modell für Spezialfälle. In beiden Fällen gilt: nur verschlüsselt abrufen. Du suchst E-Mail-Hosting, das einfach funktioniert? Unsere Hosting-Pakete bringen E-Mail-Postfächer mit SSL/TLS direkt mit — persönlicher Support aus München inklusive.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen IMAP und POP3?

IMAP lässt deine E-Mails auf dem Server und synchronisiert sie über alle Geräte. POP3 lädt die E-Mails auf ein Gerät herunter und entfernt sie klassischerweise vom Server. IMAP ist für die meisten Nutzer die bessere Wahl.

Soll ich IMAP oder POP3 verwenden?

Für fast alle ist IMAP richtig — besonders, wenn du E-Mails auf Handy und Computer liest, denn der Stand bleibt überall gleich und die Mails sind auf dem Server gesichert. POP3 lohnt nur, wenn du bewusst nur ein Gerät nutzt oder Mails rein lokal archivieren willst.

Welche Ports nutzen IMAP, POP3 und SMTP?

IMAP nutzt Port 993 (SSL/TLS) bzw. 143 unverschlüsselt. POP3 nutzt Port 995 (SSL/TLS) bzw. 110. SMTP zum Versenden nutzt Port 465 (SSL/TLS) oder 587 (STARTTLS); Port 25 ist veraltet und oft geblockt. Verwende immer die verschlüsselten Ports.

Welches Protokoll ist besser für mehrere Geräte?

Eindeutig IMAP. Da die Mails auf dem Server bleiben, siehst du auf Handy, Laptop und Tablet immer denselben Stand inklusive Lesestatus und Ordnern. POP3 synchronisiert nicht.

Löscht POP3 die E-Mails vom Server?

Klassischerweise ja: POP3 lädt die Mails herunter und entfernt sie anschließend vom Server. Die meisten E-Mail-Programme bieten aber die Option „Kopie auf dem Server belassen", mit der die Nachrichten dort bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen IMAP/POP3 und SMTP?

IMAP und POP3 dienen zum Abrufen (Empfangen) von E-Mails, SMTP zum Versenden. Ein vollständig eingerichtetes Postfach nutzt daher immer zwei Protokolle: eines für den Eingang (IMAP oder POP3) und SMTP für den Ausgang.

Ist IMAP oder POP3 sicherer?

Die Sicherheit hängt nicht vom Protokoll ab, sondern von der Verschlüsselung. Beide sind sicher, solange du die SSL/TLS-Ports (993 für IMAP, 995 für POP3) nutzt. Die unverschlüsselten Ports (143, 110) sollten nicht mehr verwendet werden.

Kann ich von POP3 auf IMAP wechseln?

Ja. Du legst das Konto im E-Mail-Programm einfach neu als IMAP-Konto an. Da bei IMAP alle Mails auf dem Server liegen, werden sie nach der Einrichtung automatisch geladen. Zuvor per POP3 lokal heruntergeladene Mails kannst du bei Bedarf in einen IMAP-Ordner verschieben, damit sie wieder auf dem Server liegen.

Welche E-Mail-Einstellungen brauche ich bei HostingPlus?

Posteingang per IMAP: Server mail.deinedomain.de, Port 993, SSL/TLS. Postausgang per SMTP: Server mail.deinedomain.de, Port 587 (STARTTLS) oder 465 (SSL/TLS). Als Benutzername dient immer die vollständige E-Mail-Adresse. Wir empfehlen IMAP.

Belegt IMAP Speicherplatz auf dem Server?

Ja, da bei IMAP alle Mails auf dem Server liegen, belegen sie dort Speicher. Ist das Postfach voll, kommen keine neuen Mails mehr an. Dann hilft Aufräumen (große Anhänge, Papierkorb leeren) oder ein größeres Postfach. POP3 belegt dagegen kaum Serverspeicher.

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